Warum deckt eine Kirchenbehörde einen Kardinal, von dem intern seit Jahrzehnten bekannt ist, dass er Schüler und Novizen sexuell missbraucht? Warum will in einem Untersuchungsausschuss nicht einmal die Opposition den Fehltritt einer Ministerin aufklären? Warum akzeptieren die Künstler einer Akademie ein Verbot von Dichterlesungen?
Weniger der Machtmissbrauch an sich ist unheimlich – Menschen haben nun mal diese Neigung -, als das verdruckste, widersprüchliche, explosive Verhältnis der Untergebenen dazu. Dies erkundet Petra Morsbach in drei spannenden Reportagen. Über die moralischen Dilemmata hinaus zeigen die Szenarien fesselnde Geschichten, deren Muster auch in Alltagssituationen erkennbar sind, ob in Familie oder Verein, Ausbildung oder Beruf.
Eine Analyse der Mechanismen von Machtmissbrauch und dessen Duldung – und eine hilfreiche Anleitung zum Widerstand. Wie achtet man Grundrechte? Wie verteidigt man sie? Und wie holt man sie zurück, wenn sie verloren gegangen sind?
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