Max Nagl, ein „Maverick“ der österreichischen Jazzszene, lässt immer wieder mit originellen Projekten aufhorchen. Drei Bläser (neben Saxophonist Max Nagl noch Trompeter Martin Eberle und Posaunist Phil Yaeger) plus Piano (Georg Vogel) und Bass (Gregor Aufmesser), allesamt etablierte Größen der österreichischen Jazzszene, präsentieren ausgefeilte Arrangements. Die Improvisationen sind dabei eigentlich nur schmückendes Beiwerk – im Mittelpunkt stehen die raffinierten, jeweils in einer anderen Stimmung gehaltenen Kompositionen. Nagls Konzept kennt keine Vorbilder. Pastorale Klänge werden nicht vermieden sondern gesucht. Oft wird verhalten bis abgedämpft musiziert, ein andermal ordentlich aufs Gaspedal getreten, was dann die verschiedenen Melodiepartikeln furios durcheinanderwirbelt. Soli sind auf den Geist des jeweiligen Stücks zugeschnitten. Für Ego-Trips hat diese Musik keinen Platz. Alles ist auf das alleinige Ziel ausgerichtet, die Komposition optimal in Szene zu setzen.
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